Infinity Stonepaper
Stifte, Reinigung,
Befestigung,
Material.
Drei Handgriffe entscheiden, wie leicht sich damit arbeiten lässt: der passende Stift, der Weg zurück zur leeren Fläche und die Möglichkeiten der Anbringung. Hier steht, was sich in der Praxis bewährt hat, woraus das Material besteht und was es aushält.


Zwei Drittel
Kalkstein
Fein gemahlener Stein. Den Rest hält HDPE zusammen, ein Kunststoff.
450 g/m²,
0,3 Millimeter
Ein A4-Blatt wiegt rund 28 Gramm und liegt satt in der Hand.
Wasserfest
und reißfest
Rollen, biegen, nass werden lassen: die Fläche bleibt, wie sie ist.
Cradle to Cradle
Certified
Von unabhängiger Stelle geprüft, auf das Material bezogen.
Material und Umgang, 1 von 3
Welche Stifte,
wofür.
Wir empfehlen wasserbasierte Filzstifte und thermoradierbare Stifte. Die einen leuchten kräftig und sind quer durch den Raum lesbar, die anderen schreiben fein und gehen mit einem Hauch Feuchtigkeit wieder ab. Whiteboard-Marker und Permanentstift bleiben stehen, und manchmal ist genau das der Punkt.
Thermoradierbare Tinte löst sich mit sehr wenig Wasser. Für alles, was sich täglich ändert, ist das der leichteste Weg zurück zur leeren Fläche. Gut zu wissen: Ab etwa 60 Grad verblasst diese Tinte von selbst, im Gefrierfach kommt sie zurück. Ein Board in der prallen Sonne ist abends also frei.
Der Frixion-Kugelschreiber schreibt fein, für Pläne mit vielen Details. Der Filzstift trägt Übersichten und Mindmaps. Beide gleiten auf der glatten Fläche fast von selbst, das macht langes Schreiben leicht.
Ultra-washable Kinderfilzstifte leuchten kräftig, sind auf Abstand lesbar und lassen sich vollständig abwaschen. Unsere erste Wahl für Boards und XXL, griffbereit in Dose oder Becher, damit jede Hand sofort zugreift.
Farben aus Hibiskus, Tagetes oder Färberdistel liegen genauso oben auf wie Filzstift und gehen genauso ab. Im sevengardens-Netzwerk lernt Ihr, wie Ihr sie selbst herstellt.
Karten, Stifte und Farben zusammen: Die Projektdarstellung bekommt eine gestalterische Qualität, die über Stichpunkte hinausgeht. Wer das Thema auch malt, sieht es von einer anderen Seite.
Van Bo Le-Mentzel hat dieses Graphic Recording mit thermoradierbaren Stiften gezeichnet. Theoretisch geht es mit einem Wisch weg, praktisch hängt es seit über zwei Jahren unverändert bei uns. Was bleiben soll, bleibt, bis jemand anders entscheidet.
Material und Umgang, 2 von 3
Zurücksetzen.
Die Farbe liegt oben auf der glatten Fläche, Wasser löst sie wieder. Wie viel Wasser und wie viel Reibung es braucht, hängt von Menge und Stift ab: Filzstift geht schon im Wasser weg, thermoradierbare Tinte erst beim Abstreichen über dem Handtuch. Für hartnäckige Reste nehmt Essigreiniger.
Bei großen Boards eine Sprühflasche: Wasser auf die Farbe, kurz einwirken lassen, abwischen. Die Farbe liegt oben auf, das Wasser löst sie, ein Tuch nimmt sie mit. Nebenbei bleibt die Luft im Raum klar, weil nur Wasser im Spiel ist.
Wasser in die Schüssel, Farbe löst sich, fertig. Das Wasser färbt sich wie Malwasser und geht in den Ausguss, deshalb lohnen sich ökologische Stifte.
Bei vielen Karten auf einmal ist die Wanne der schnellste Weg: hinein, Farbe löst sich, weiße Karten wieder heraus. Danach über dem Handtuch abstreichen, dann geht auch thermoradierbare Tinte vollständig ab.
Ein saugfähiges Handtuch, beide Seiten abstreichen, fertig. Wer oft reinigt, hat das nach kurzer Zeit im Handgelenk, und die kurze Pause zwischen zwei Runden tut der Gruppe gut.
Handtücher ausbreiten, Karten verteilen, Luft und Sonne machen den Rest. Über Nacht ist alles trocken.
Für große Flächen reicht ein Haushaltsschwamm, die raue Seite hilft beim Reiben. Hartnäckige Reste löst Essigreiniger, auch Alkohol und andere Reiniger sind getestet, bis hin zum Metallschwamm. Die Fläche bleibt dabei glatt.
Material und Umgang, 3 von 3
Befestigen.
Auf glatten Flächen hält Steinpapier mit etwas Wasser von selbst. Überall sonst helfen Klammern, Magnete und Leisten, die Ihr ohnehin im Haus habt. Und weil alles abnehmbar bleibt, bleibt auch alles verschiebbar.
Bei Notes, Minis und Cards ein wenig Wasser in die Ecken, andrücken, hält. Eine alte Tropf- oder Parfumflasche ist dafür das ideale Werkzeug, immer nachfüllbar. Die Regel: mehr Wasser, festerer Halt. Wer Karten oft umhängt, nimmt weniger und hält die Ideen beweglich.
Die Oberfläche ist glatt, also haftet Steinpapier auf Steinpapier. Auf einem großen Board an der Wand halten Cards, Notes und weitere Boards, eine Fläche wird zur Trägerin der nächsten.
Eine Tafel ist eine glatte Fläche, lackierte Flächen ebenso. Was schon im Raum hängt, wird direkt zur Arbeitsfläche, und der Raum bleibt, wie er ist.
Viele Halter haben hinten ein Metallboard: Wasser drauf, Steinpapier haftet. Alternativ oben einklemmen oder mit Magneten befestigen. Der vertraute Ständer bleibt, das Blatt darauf wird wiederverwendbar.
Eine Magnetleiste an Nagel oder Lampe, und Programm, Plan oder Kalender hängen dort, wo sie gebraucht werden. Umhängen dauert Sekunden, also wandert die Leiste mit der Gruppe durch den Raum.
Ein A4-Blatt am Klemmbrett, festgehalten mit einer kleinen Klammer. Etwas größere Klammern halten besser, dann taugt es auch für Exkursion und Gelände.
Ein großes Board an einer umgedrehten Bank, oben mit einer Foldback-Klammer gehalten. So entsteht ein Lernraum aus dem, was da steht.
Pinnnadeln halten wie bei jedem Papier, und das Material hält der Nadel stand. Das Loch bleibt, also überlegt, wo es sitzen darf.
Ganz klassisch: ein Streifen Kreppband an jeder Ecke. Für alle Flächen, auf denen Wasser allein zu wenig Halt gibt.
Eine Familie, sieben Formate.
Vom XXL Board für die ganze Wand bis zur Mini für die Hosentasche, A3 und A4 mittendrin: die vertrauten Maße passen in Ordner, Mappe und Klemmbrett. Alles folgt demselben Schnitt, ein Blatt halbiert ergibt das nächste Maß.
Alle Maße in Zentimetern. Jedes Format gibt es einzeln oder im Bündel.
Was drin ist, und warum.
Klartext zum Kunststoff
Das HDPE hält den Kalk zusammen. Genau dieser Anteil macht die Fläche wasserfest, reißfest und abwischbar: Die Farbe liegt oben auf und geht mit Wasser wieder ab.
So wird aus einem Blatt ein Werkzeug, das über Jahre Hunderte Einwegblätter ersetzt. Am Ende lebt es am besten weiter, gefaltet, geschnitten, beklebt. Muss es doch weg, gehört es in den Restmüll: Als Kunststoff ist das Material verwertbar, in Deutschland fehlt dafür bisher der Sammelweg für Nichtverpackungen.
Zuschnitt, Verpackung und Versand übernehmen die Christophorus Inklusionswerkstätten in Fürstenwalde.
Nachhaltigkeit
Was für die Umwelt zählt.
Der größte Hebel ist die Nutzung: Ein Blatt, das über Jahre im Einsatz bleibt, ersetzt Hunderte, die sonst gekauft und weggeworfen würden. Dazu kommt ein Material, dessen Herstellung von unabhängiger Stelle geprüft ist: von Kiwa, nach Cradle to Cradle und nach ISO 14001.
Nutzung
Ein Blatt statt Hunderter
Beschreiben, feucht abwischen, neu anfangen. Jede Nutzung ersetzt ein Einwegblatt, das ungekauft bleibt. Nach einem Jahr im Klassenraum sind das schnell dreistellige Zahlen je Blatt.
Rohstoff
Kalk, der ohnehin anfällt
Zwei Drittel des Blatts sind Kalkstein aus Steinbruchabfällen, fein gemahlen. Das Drittel HDPE stammt zum Teil aus Wiederverwertung. Beides ist im Kiwa Covenant dokumentiert.
Herstellung
Trocken, ohne Bleiche
Die Bahn entsteht warm aus Kalk und Kunststoff. Kiwa hat den Wasserbedarf geprüft: 0,1 Kubikmeter je Tonne. Chlorbleiche und Säuren bleiben außen vor, der Kalk ist von selbst weiß.
Wald
Ohne Holzfaser
Das Blatt kommt ohne Zellstoff aus. Deshalb liegt Steinpapier außerhalb der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), und Beschaffungsstellen sparen sich Sorgfaltspflicht und Herkunftsnachweise.
Zahlen aus dem Kiwa Covenant K12345 (2015): Die Herstellung einer Tonne Steinpapier braucht 3,1 GJ Energie und 0,1 m³ Wasser; als typische Werte für Zellstoffpapier nennt Kiwa 20,4 GJ und 59,3 m³. Der CO2-Fußabdruck von der Gewinnung bis zum Werkstor liegt laut derselben Prüfung bei 474 kg je Tonne, ermittelt 2013 am dünneren Typ. Covenant, Zertifikat und Datenblatt schicken wir Euch für Beschaffung und Berichte zu.
Was das über die Zeit spart.
Der Trick ist einfach: Ihr benutzt dasselbe Blatt wieder, über Jahre. Wählt ein Format und schiebt, wie oft Ihr es benutzt.
Wischt nach links für weitere Vergleiche.
Preise brutto, Einstiegsstaffel der Bündel. Vergleichswerte zu Einwegprodukten (Preis und Gewicht) sind Annahmen aus üblichen Handelspreisen und Grammaturen.
Menge berechnen→Kurz gefragt
01Wie wird daraus ein Blatt? +
Gemischt, aufgeschmolzen und zu einer Bahn ausgezogen: ein trockenes Verfahren. Prozesswasser, Chlorbleiche und Säuren bleiben dabei außen vor, das hat eine unabhängige Stelle geprüft. Weiß ist der Kalk von selbst.
02Wie schwer ist ein Blatt? +
Bei 450 g/m² wiegt ein A4-Blatt rund 28 Gramm, ein Board mit 72 × 51 cm rund 165 Gramm, ein XXL Board mit 102 × 72 cm rund 330 Gramm. Es fühlt sich eher wie dünner Karton an als wie Papier.
03Welche Stifte gehen wieder ab, welche bleiben? +
Wieder ab gehen thermoradierbare Tinte und wasserbasierte Filzstifte. Stehen bleiben Whiteboard-Marker und Permanentstift. Für Beschriftungen, die eine Weile halten sollen, ist das genau richtig.
04Bleiben mit der Zeit Schatten? +
Nach langen Standzeiten können blasse Reste zurückbleiben. Mit Reinigungsalkohol geht davon das meiste wieder weg. Die Fläche selbst bleibt glatt, auch nach vielen Runden.
05Was hält es aus? +
Wasser in jeder Form: Regen unterwegs, Wasserbad, Sprühflasche. Alltagstemperaturen ebenso. Zwei Grenzen gibt es. Hitze ab etwa 100 Grad verformt das Material, Bügeleisen und Laminiergerät bleiben also außen vor. Und dauerhafte Sonne lässt es über die Zeit altern: Für Tage draußen ist das unbedenklich, als Dauerbeschilderung im Freien taugt anderes besser.
06Kann ich Steinpapier bedrucken? +
Ja, im UV-Druck. Wir drucken selbst so und empfehlen es mit gutem Gewissen: Die Farbe sitzt fest auf der Fläche, und das bedruckte Blatt bleibt wasserfest. Es darf komplett unter Wasser, was es für Wetter und Gelände besonders brauchbar macht. Für den Bürodrucker sind 0,3 Millimeter den meisten Geräten zu dick, sprecht uns für bedruckte Flächen gern an.
07Wie lange hält ein Blatt? +
So lange, wie Ihr es benutzen wollt. Ein Graphic Recording hängt bei uns seit über zwei Jahren unverändert an der Wand, und Flächen, die täglich beschrieben und abgewischt werden, sind nach Jahren dieselben. Die einzige Grenze setzt dauerhafte Sonne.
08Wie kommt es ins Handy? +
Foto machen, fertig. Die Handschrift lesen die Geräte inzwischen mit.
09Was mache ich mit einem ausgedienten Blatt? +
Am liebsten weiterverwenden. Das Material lässt sich falten, schneiden und bekleben, für Origami eignet es sich gut. Muss ein Blatt doch weg, dann über den Restmüll: Als Kunststoff ist es verwertbar, in Deutschland fehlt dafür bisher der Sammelweg für Nichtverpackungen. Im Altpapier stört der Kunststoffanteil die Verwertung.
10Welche Unterlagen gibt es für die Beschaffung? +
Das Material trägt Cradle to Cradle Certified, der Hersteller arbeitet nach ISO 14001, und eine unabhängige Prüfung hat 161 besonders besorgniserregende Stoffe untersucht und alle unterhalb der Meldegrenze gefunden. Weil das Material ohne Holzfaser auskommt, liegt es außerhalb der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR): Sorgfaltspflicht und Herkunftsnachweise entfallen damit für Euch. Zertifikat und Materialangaben schicken wir Euch auf Anfrage zu, für Ausschreibungen und Nachhaltigkeitsberichte.
11Und wenn ich viele brauche? +
Für Teams, Schulen und größere Mengen gibt es Bündel mit Staffelpreisen: günstiger ab drei Bündeln, am günstigsten ab acht. Der Preis steht sofort da.






















